• die Stillers

Weihnachtliche Nussecken

Werbung

Vielleicht kennt Ihr das ja auch: Mein Mann und ich haben, wenn wir zum ersten Mal z.B. eine neue Bar testen, jeder einen Cocktail, den die Bar gut hin bekommen sollte, damit sie nicht direkt zu Beginn durchgefallen ist. Dieser Cocktail ist der Referenz-Cocktail (wir nennen ihn tatsächlich so :) ). Wenn er gut ist, dann kann man weiter schauen, wenn nicht, hat sich die Bar schon am Anfang disqualifiziert.

Dieses Test-Verhalten legen wir z.B. auch bei Bäckereien an den Tag. Mein Referenz-Gebäck ist ein einfaches, schnödes Rosinenweckchen und das meines Mannes sind Nussecken.

Das für den eigenen Gaumen nahezu perfekte Gebäckstück zu backen ist fast unmöglich, wenn man schon soooooo viele Weckchen genascht hat.

Die perfekte Nussecke zu finden ist auch nicht leichter!

Umso schlimmer, dass ich die von meinem Mann so heiß geliebte Nussecke noch nie selber gemacht habe!!! Dabei hatte ich doch alle Hintergrund-Informationen, die ich brauche, um bei ihm richtig zu punkten: Ich kannte das Teig-Nussmischung-Verhältnis, wusste, wo, wie viel Schokolade zu sein hat und mir war bekannt, dass ich ihm mit einer einfachen Mandel-Haselnuss-Geschichte nicht kommen brauchte.

Da musste mir doch tatsächlich erst die Degustabox* eine neue Nussmischung mitbringen, damit ich mich an die Nussecken-Produktion begebe :)

Die Degustabox ist eine Überraschungsbox, die einmal im Monat zu uns ins Haus geflattert kommt und prall gefüllt ist mit neuen und etablierten Lebensmitteln. Ich bin immer richtig gespannt und freue mich sehr, was mich wohl erwartet :)

Weitere Infos zur Box findet Ihr hier.

Meine persönliche Challenge ist, aus einem der Produkte etwas herzustellen... und auch wenn mich Kekse und süße Schokolade anlachten, war mir sofort klar, dass ich es einmal versuchen wollte: Ich wollte besondere, leckere Nussecken backen! Daher habe ich ein paar weihnachtlich anmutende Gewürze genommen und Weihnachtsnussecken gemacht :)

Rezept für weihnachtliche Nussecken


Zutaten für 8 Stück (kleines Backblech ca. 21x25 cm):

Für den Teig

  • 200 g Mehl

  • 80 g Zucker

  • 100 g kalte Butter in kleinen Stückchen

  • 1 Ei

  • 1 Prise Salz

  • 1 TL Weinsteinbackpulver

Für die Füllung

  • 200 g Nussmischung

  • 100 g gemahlene Mandeln

  • 70 g Vollrohrzucker

  • 180 g Butter

  • 1 1/2 TL gemahlener Zimt

  • 1/2 TL gemahlener Anis

  • 5 EL Ingwermarmelade

  • 100 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung:

  1. Für den Mürbeteig verknetet alle Zutaten rasch mit den Händen zu einem glatten Teig und stellt ihn mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kalt.

  2. Heizt den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.

  3. Hackt die Nüsse in gefällige Stückchen. Wenn Ihr mehr Crunch  möchtet, lasst sie etwas größer, möchtet Ihr eine weiche Masse, hackt oder mahlt sie feiner.

  4. Schmelzt die Butter bei mittlerer Hitze und gebt dann den Zucker und die Gewürze hinzu. Lasst alles kurz aufkochen, nehmt den Topf von der Kochstelle und rührt alle Nüsse unter. Lasst die Mischung kurz abkühlen.

  5. Rollt den Teig in Größe des Backblechs auf Backpapier aus, gebt ihn auf das Backblech und stecht ihn mehrmals mit der Gabel ein.

  6. Verteilt die Marmelade mit einem Löffel auf dem Teig und streicht sie glatt. 

  7. Gebt nun die Nussmischung darauf und streicht sie ebenfalls glatt. Backt die Nussecken etwa 30 Minuten und lasst sie vollkommen auskühlen.

  8. Schneidet das Gebäck zunächst in 4 Quadrate (ca. 10x10 cm) - ja, es bleibt ein kleiner Rest, der sofort vernascht werden kann - und halbiert diese noch einmal, so dass 8 Dreiecke entstehen.

  9. Schmelzt die Kuvertüre über dem Wasserbad und tunkt die Ecken in die Schokolade. Lasst die Nussecken auf einem Kuchengitter aushärten.


Das Tolle an Nussecken ist, dass man sie sehr einfach individuell gestalten kann. Ihr könntet andere Gewürze nehmen (Tonkabohne, Vanille, Orange...), eine andere Marmelade (klassische Aprikose, Waldbeeren, Hagebutte....) oder andere Nüsse (auch klassisch Haselnuss und Mandel oder Erdnüsse, Macadamia...). Ihr könnt die Ecken auch in weiße Schokolade tunken und anderen Zucker verwenden. Macht Euch die Nussecken zu Eurem eigenen Lieblingsgebäck <3


Mein Mann war übrigens sehr zufrieden. Wichtig ist ihm, dass genug Nussmischung auf dem Teig ist. Und der Teig sollte schön mürbe sein. Mit der Ingwermarmelade habe ich genau seinen Geschmack getroffen, der Geschmack und eine ganz leichte Schärfe kommen durch, sind aber nicht dominant! 

Das war ganz sicher nicht das letzte Mal, dass ich Nussecken gemacht habe... meine nächste Version werden wahrscheinlich weiße Nussecken sein: Mit Macadamia, Cashew und weißer Schokolade :)

So, und jetzt freue ich mich über Kommentare: Was wäre Eure liebste Nussecken-Kombination? Und "testet" Ihr auch schon einmal in Bäckereien, Restaurants, Bars und habt ein Referenz-Gebäck, -Essen, -Getränk?


Viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen!!!

Herzlichst, Ria

Impressum Datenschutz  

©2018 by Frau Stiller